Die beiden gängigen Röstverfahren sind die traditionelle Langzeit Trommelröstung und die industrieller Heißluft Schockröstung. Diese beiden Methoden unterscheiden sich gravierend in Verträglichkeit und Qualität der erzeugten Kaffees.

Die industrielle Röstung erfolgt mittels Heißluftverfahren. In Temperaturfeldern von bis zu 800 Grad erfolgt das sogenannte Schockrösten innerhalb von 1-2 Minuten. Dies hat zur Folge, dass die im Rohkaffee vorhandene Chlorogensäure während des Röstprozesses nur geringfügig abgebaut wird und dadurch Magenunverträglichkeiten entstehen. Neben dem unterentwickelten rohen Kern sind die Bohnen äußerlich verbrannt und enthalten krebserregendes Acrylamit. Sprich von außen verbrannt und innen roh. Der entstandene Gewichtsunterschied (Einbrand) zwischen der vorhandenen Restfeuchte der Rohbohnen und gerösteten Bohnen, der bis zu zwanzig Prozent beträgt, wird mittels Wasserkühlung wieder ausgeglichen. Die Bohnen werden solange mit Wasser besprüht, bis sich diese vollgesaugt haben. Das Heißluftverfahren geht stark zu Lasten der Kaffeequalität. Die Bohnen werden sehr unterschiedlich geröstet. Für eine vollständige Entfaltung der über 1000 Aromen ist Zeit der Entscheidende Faktor.

Somit kann man zweifelsfrei sagen, dass Industrieprodukte grundsätzlich Magenunverträglichkeiten verursachen, krebserregend und zudem gestreckt sind.

In der klassischen Trommelröstung werden Röstaromen durch direkte Hitzekontakt mit der Rösttrommel erzielt. In einem Niedrigtemperaturfeld und einer Zeitdauer von bis zu 25 Minuten wird Chlorogensäure komplett abgebaut und die Kaffees sind sehr magenschonend. Zudem entsteht deutlich weniger Acrylamit. Die „Garzeit“ der einzelnen Bohnen ist wesentlich homogener.
Obenauf verwendet gegensätzlich zu anderen Trommelröstern eine perforierte Kupfertrommel, die eine höhere Hitzeleitfähigkeit aufweist. Hierdurch können gezielter Charaktere der einzelnen Kaffees betont werden. Die Kühlung erfolgt selbstverständlich mittels Luft. Wir rösten in Chargen von 4-10 Kg über einer offenen Glasflamme. Jeder Grillmeister kennt von seinem Steak, dass perfekte Ergebnisse schlichtweg eine offene Flamme benötigen.

Unsere Kaffees werden speziell ausgeglättet, welches matte Bohnen zur Folge hat. Durch die nicht aufgebrochene Oberflächenstruktur treten keine Fette aus den Bohnen heraus, die mit der Luft oxidieren. Das Resultat hieraus ist, dass die Mahlwerke nicht verkleben, keine ungewollten Bitternoten entstehen und die Kaffeeöle sich erst in der Tasse entfalten.